Badminton Regeln kurzgefasst
1. Allgemeines
Badminton ist aus dem asiatischen
Raum überliefert und besteht seit mehr als 2000 Jahren.
2. Spieleröffnung
Vor Spielbeginn wird gelost. Der
Sieger kann sich zwischen den drei Möglichkeiten entscheiden: erster Aufschlag,
Rückschlag oder Seitenwahl.
3. Aufschlag
Der Aufschlag erfolgt immer
diagonal, bei geraden Punktestand (d.h. 0-2-4-6 usw. ) von rechts nach links,
bei ungerade Punktestand (d.h. 1-3-5-7 usw.) von links nach rechts.
4. Zählweise, Verlängerung, Aufschlagrecht,
Coachen (neu ab 01.08.2006 „Rallypoint-Zählweise)
Ø
Punkterwerb: Bei der Rallypoint-Zählweise
wird für jeden Ballwechsel („Rally“) ein Punkt vergeben.
Ø
Aufschlagrecht: Als Aufschläger erhält man
beim Gewinn des Ballwechsels einen Punkt, als Rückschläger einen Punkt und das
Aufschlagrecht für den nächsten Ballwechsel. Es schlägt also stets die Seite
auf, die den vorhergegangenen Ballwechsel gewonnen hat.
Ø
Stellung im Einzel (wie bisher bei der
traditionellen Zählweise): Bei geradem eigenen Punktestand erfolgt
Aufschlag von rechts, bei ungeradem von links. Das erste Aufschlagrecht wird
ausgelost.
Ø Satzende
normal: Gespielt wird auf zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte pro Satz, wobei
am Satzende ein Vorsprung von mindestens zwei Punkten erreicht sein muss. Gilt
für alle Disziplinen, also auch für Dameneinzel.
Ø
Satzende verlängert: Da bei 21:20 der Satz nicht zu Ende ist, wird solange
weiter gespielt, bis eine Partei zwei Punkte Vorsprung hat – maximal allerdings
bis 30 Punkte. Bei 29:29 führt der nächste Punkt zum Satzgewinn. Knappstes
Satzergebnis ist also 30:29.
Ø
Seitenwechsel
dritter Satz: In einem dritten Satz sind
beim erstmaligen Erreichen des Punktestandes 11 die Spielfeldseiten zu
wechseln.
Ø
Pausenregelung: Erreicht in einem Satz die führende Partei 11 Punkte, so
gibt es eine Pause von einer (1) Minute. Zwischen zwei Sätzen (erstem zu
zweiten, bzw. zweitem zu dritten) gibt es eine Pause von jeweils zwei (2)
Minuten. In diesen Pausen darf das Spielfeld und die Umgebung des Spielfeldes
verlassen werden. Die 5-Minuten-Pause vor dem dritten Satz entfällt.
Ø
Coachen: Während der Ballwechsel ist Coachen nicht erlaubt. Diese
neue Regelung bedeutet, es darf also nicht nur - wie bisher - in den Ein- bzw.
Zwei-Minuten-Pausen gecoacht werden, auch zwischen den Ballwechseln ist durch
die hinter dem Feld auf einem Stuhl sitzenden Coaches ein Hereinrufen von
Ratschlägen erlaubt. Die Ausführungsdetails für den Spielbetrieb im DBV müssen
allerdings noch festgelegt werden.
Regelungen für
die Aufschlagsituation in den Doppeldisziplinen:
Ø
Reihenfolge der
Aufschlagenden: Das Aufschlagrecht wechselt
in folgender Reihenfolge zwischen den Spielern
- Erster Aufschläger bei null beide (beginnt im rechten
Aufschlagfeld)
- Partner des ersten Rückschlägers
- Partner des ersten Aufschlägers
- Erster Rückschläger
- Erster Aufschläger usw.
Diese
Reihenfolge müssen sich die Spieler merken, sie bleibt während des ganzen
Satzes unverändert. Regel 11.4.
Ø
Punktgewinn Aufschläger:
Gewinnt die aufschlagende Partei den
Ballwechsel, so schlägt der Aufschläger weiter auf. Er wechselt in das andere
Aufschlagfeld und schlägt auf den Partner des ersten Rückschlägers auf.
Bei mehreren
Punktgewinnen wechselt er also immer zwischen dem rechten und linken
Aufschlagfeld wie bei der traditionellen Zählweise. Regel 11.3.1. Wichtig zu
merken: Der Punktgewinn nach eigenem Aufschlag ist die einzige Situation nach
der es zum Positionswechsel der Partner kommt. Regel 11.1.5.
Ø
Punktgewinn
Rückschläger: a) Gewinnt die rückschlagende Partei den
Ballwechsel, so erhält sie Punkt und Aufschlagrecht.
Achtung: b) Die Positionen werden weder
auf der Verliererseite noch auf der Gewinnerseite gewechselt.
Ø
Position: Das Aufschlagfeld aus dem nach Aufschlagwechsel – von jenem
Spieler der dran ist (siehe Punkt Reihenfolge der Aufschlagenden) -
aufgeschlagen wird, ergibt sich aus der Stellung, in der die Spieler zuletzt
standen. Ein Wechsel der Positionen findet trotz des Punktgewinns nicht
statt, da dieser nur nach Punktgewinn bei eigenem Aufschlag erfolgt.
Die Spieler müssen sich zum Einnehmen ihrer Positionen also jeweils (nur)
merken, wo sie zuletzt standen und nicht mehr – wie bei der traditionellen
Zählweise -, wo sie bei null beide gestanden haben.
Die aus der traditionellen Zählweise vertrauten Positionierung, wer bei null
beide rechts stand, steht bei eigenem geradem Punktestand rechts, gibt es nicht
mehr. Es gibt auch keinen „zweiten Aufschlag“ mehr.
Beispiel für die
Aufschlagsfolge beim Aufschlag im Doppel in der Rallyepoint-Zählweise
5. Wechsel der
Seiten
Die Spieler wechseln die Seiten:
Ø
Nach Beendigung des
ersten und zweiten Satzes (120 Sekunden Pause gestattet)
Ø
Im dritten Satz, wenn
die führende Seite 11Punkte erreicht hat
6. Feldmaße

Beispiel für das Ausfüllen des Schiedsrichterzettels (pdf-Format)
Muster eines ausgefüllten Schiedsrichterzettels (pdf-Format)
Schiedsrichterzettel Blanko-Vorlage (pdf-Format)